die Grundlage
Erfolgreiche Konzepte verwirklichen
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt sein eigener Chef zu sein, Gestaltungsspielräume zu besitzen und unternehmerische Kreativität auszuleben. Meist verschwindet der Traum wegen unkalkulierbaren Risiken schnell wieder in der Versenkung.
Mit dem geeigneten Franchisemodell werden die unternehmerischen Risiken jedoch kalkulierbar. Ein erprobtes Geschäftsmodell und umfangreiche Unterstützung vom Franchisegeber schaffen die beste Voraussetzung für einen dauerhaften Geschäftserfolg.
Mit Beginn der Industrialisierung entstanden in Amerika die ersten modernen Franchisesysteme und starteten von dort aus ihren weltweiten Siegeszug. Heute beschäftigt die Branche etwa 430.000 Mitarbeiter allein in Deutschland (Deutsche Bank Research) und hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die aktuellen Zahlen des deutschen Franchiseverbandes belegen dies eindrucksvoll. Im Jahr 2008 stieg der Umsatz der deutschen Franchisewirtschaft von 41,5 Milliarden Euro auf 47 Milliarden Euro, eine Umsatzsteigerung von 13,3 Prozent.
Was ist Franchising?
Die offizielle Definition des Begriffs „Franchising" der European Franchise Federation (EFF) lautet folgendermaßen: „Franchising ist ein Vertriebssystem, durch das Waren und/oder Dienstleistungen und/oder Technologien vermarktet werden. Es gründet sich auf eine enge und fortlaufende Zusammenarbeit rechtlich und finanziell selbständiger und unabhängiger Unternehmen, den Franchise-Geber und seine Franchise-Nehmer. Der Franchise-Geber gewährt seinen Franchise-Nehmern das Recht und legt ihnen gleichzeitig die Verpflichtung auf, ein Geschäft entsprechend seinem Konzept zu betreiben. Dieses Recht berechtigt und verpflichtet den Franchise-Nehmer, gegen ein direktes oder indirektes Entgelt im Rahmen und für die Dauer eines schriftlichen, zu diesem Zweck zwischen den Parteien abgeschlossenen Franchise-Vertrags bei laufender technischer und betriebswirtschaftlicher Unterstützung durch den Franchise-Geber, den Systemnamen und/oder das Warenzeichen und/oder die Dienstleistungsmarke und/oder andere gewerbliche Schutz- oder Urheberrechte sowie das Know-how, die wirtschaftlichen und technischen Methoden und das Geschäftssystem des Franchise-Gebers zu nutzen.
Know-how bedeutet ein Paket von nichtpatentierten praktischen Kenntnissen, die auf Erfahrungen des Franchise-Gebers und Erprobungen durch diesen beruhen und die geheim, wesentlich und identifiziert sind.
Geheim bedeutet, dass das Know-how in seiner Substanz, seiner Struktur oder der genauen Zusammensetzung seiner Teile nicht allgemein bekannt oder nicht leicht zugänglich ist; der Begriff ist nicht in dem engen Sinne zu verstehen, dass jeder einzelne Teil des Know-hows außerhalb des Geschäfts des Franchise-Gebers völlig unbekannt oder unerhältlich sein müsste.
Wesentlich bedeutet, dass das Know-how Kenntnisse umfasst, die für den Franchise-Nehmer zum Zwecke der Verwendung des Verkaufs- oder des Weiterverkaufs der Vertragswaren oder -dienstleistungen unerlässlich sind. Das Know-how muss für den Franchise-Nehmer unerlässlich sein; dies trifft zu, wenn es bei Abschluss der Vereinbarung geeignet ist, die Wettbewerbsstellung des Franchise-Nehmers insbesondere dadurch zu verbessern, dass es dessen Leistungsfähigkeit steigert und ihm das Eindringen in einen neuen Markt erleichtert.
Identifiziert bedeutet, dass das Know-how ausführlich genug beschrieben sein muss um prüfen zu können, ob es die Merkmale des Geheimnisses und der Wesentlichkeit erfüllt; die Beschreibung des Know-hows kann entweder in der Franchise-Vereinbarung oder in einem besonderen Schriftstück niedergelegt oder in jeder anderen geeigneten Form vorgenommen werden.“



